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Wir sehen das Asperger Sydrom an sich nicht als eine Krankheit. Autismus ist nicht heilbar und sollte auch nicht bekämpft werden. Häufig treten jedoch Begleiterkrankungen wie Depressionen hinzu. Manche Symptome wie Beeinträchtigungen im sozialen Bereich, Defizite des Kommunikationsvermögens und sensorische Überempfindlichkeiten erschweren uns das Leben in einer von den "Normalen" geprägten Umwelt und sind insofern als Normvarianten bzw. als eine mehr oder weniger ausgeprägte Behinderung zu verstehen. Andere Eigenarten hingegen können ein Gewinn für uns sein.

 

Viele von uns erleben es so, als ob sie in der Welt der "Nicht-Autisten" auf einem für sie fremden Planeten leben müssten. Ein gewisses Maß an Anpassung an die Lebensbedingungen, die sich uns bieten, ist nötig und sinnvoll. Gleichzeitig ist es aber wichtig, die eigenen Bedürfnisse, die für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar sind, nicht gänzlich aufzugeben.

 

In der Selbsthilfegruppe wollen wir unsere Erfahrungen austauschen, darüber sprechen, wie wir unser Anderssein erleben und wo wir auf Schwierigkeiten im Alltag stoßen. Ziel soll sein, gemeinsam Wege zu finden, wie wir mit unseren Einschränkungen besser umgehen und diese nach Möglichkeit ausgleichen können. Wir wollen uns aber auch klar darüber werden, wann für uns ein Rückzug in unsere eigene Welt wichtig und notwendig ist und nicht zuletzt unsere individuellen Stärken erkennen und lernen, diese zu nutzen.